Gutartige Prostatahyperplasie

Verbesserung der Therapietreue bei Männern mit Symptomen der unteren Harnwege aufgrund gutartiger Prostatahyperplasie

Hintergrund

  • Die Inzidenz von Symptomen der unteren Harnwege (LUTS) bei Männern aufgrund gutartiger Prostatahyperplasie (BPH) nimmt von 45 Jahren (3,5%) bis 85 Jahren (35%) linear zu.
  • Die gutartige Prostatahyperplasie wirkt sich auf die Lebensqualität von 40% der Männer in ihrem fünften Lebensjahrzehnt und 90% der Männer in ihrem neunten Lebensjahrzehnt aus.
  • Eine medizinische Behandlung erhöht das Intervall zwischen Erstdiagnose und Prostata-Operation, um die Notwendigkeit für einen chirurgischen Eingriff aufzuschieben, wenn nicht gar zu verhindern.

Die Herausforderung

  • 50% der Männer, denen ein Alphablocker für LUTS verschrieben wird, setzen die Behandlung innerhalb von drei Monaten ab
  • Die fehlende Compliance ist teilweise auf ein mangelndes Verständnis der Wirkungslatenz zurückzuführen, sodass die Behandlung als unwirksam betrachtet wird sowie teilweise auf unerwünschte Nebenwirkungen
  • Falsches Verständnis der Behandlung und der Risiken im Zusammenhang mit einer Nichteinhaltung

Wie Patient Connect hilft

Das Patientenunterstützungsprogramm hatte zum Ziel, Erwartungen der Patienten zu kontrollieren, indem:

  • Männern mitgeteilt wurde, wann sie wahrscheinlich beginnen, einen Nutzen aus ihrer Behandlung zu bemerken
  • Die Bedeutung von Beharrlichkeit betont wurde
  • Erklärt wurde, wie mit Nebenwirkungen wie z. B. Mundtrockenheit umzugehen ist
  • Darauf hingewiesen wurde, dass das Absetzen der Behandlung dazu führen würde, dass die Symptome in der gleichen Schwere wie vor der Behandlung zurückkehren

Unser klinisches Team entwickelte maßgeschneiderte klinische Mitteilungen, mit denen der mangelnden Compliance begegnet werden sollte.

Unser Netzwerk bestehend aus 6.500 Apotheken in Großbritannien wurde auf diese Einhaltungsprobleme aufmerksam gemacht.

Der Apotheker teilte dem Patienten die maßgeschneiderten klinischen Mitteilungen an der Ausgabestelle der Zielmedikation mündlich mit.

Ergebnisse

Ab Monat eins des Programms stiegen die Abgabemengen stetig; nach Monat 20 des Programms war der Anstieg in unseren aktiven Apotheken 27% höher als in unseren inaktiven (Kontroll-)apotheken, was darauf hindeutet, dass das Programm einen positiven Effekt auf die Medikamententreue besaß.